Laktosefrei – ein Qualtitätsmerkmal?

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im Kühlregal: Links und rechts außen Sojaprodukte, in der Mitte großflächig laktosefreie Milchprodukte

Links und rechts außen Sojaprodukte, in der Mitte großflächig laktosefreie Milchprodukte

Viele Milchprodukte werden seit geraumer Zeit „laktosefrei“ angeboten. – Was steckt dahinter?
Laktose und Laktase:
Laktose ist das Kohlenhydrat der Milch von Säugetieren (einschließlich Mensch). Sie ist ein Zweifachzucker, der aus Glukose und Galaktose besteht. Um Laktose aufzuspalten, bedarf es eines Enzyms namens Laktase.
Säuglinge sind mit diesem Enzym ausgestattet, damit sie die Muttermilch verdauen können . Bei den meisten Menschen weltweit und einer erheblichen Anzahl der Europäer wird im Erwachsenenalter keine Laktase mehr produziert. Die so genannte Laktoseintoleranz ist in den meisten Teilen der Welt ein völlig normaler Zustand, der niemanden stört, so lange man nicht auf die Idee kommt, im Erwachsenenalter Milch oder Milchprodukte einzunehmen. Bei Laktoseintoleranz kann der Milchzucker nicht aufgespalten werden, was zu Durchfall, Blähungen, Völlegefühl und dergleichen führt. Weiß man über seine eigene Intoleranz Bescheid, kann man theoretisch (und viele machen es auch praktisch) das Enzym Laktase in Tablettenform zuführen und der Laktoseverdauung steht nichts mehr im Weg.
Nun ist es aber so, dass bei uns in der westlichen Welt Milch und Milchprodukte als sehr wertvoll und unentbehrlich verkauft werden. Da ist es natürlich sehr störend, wenn Menschen diese Produkte nicht mehr gut vertragen. Deshalb haben findige Leute nach Methoden gesucht, die für einen Großteil der Menschen schwer verträglichen Milchprodukte bekömmlicher zu machen.
– Bei laktosefreien Produkten wurde die Laktose mittels künstlicher Enzymzufuhr bereits in der Milch aufgespalten. Der menschliche Körper nimmt mit der laktosefreien Milch Glukose und Galaktose auf. Die Galaktose selbst kann vom menschlichen Körper nicht verwertet werden und muss erst in der Leber zu Glukose umgebaut werden. GALAKTOSE steht im Verdacht, maßgeblich an Linsentrübung und weiblicher Unfruchtbarkeit beteiligt zu sein: Egal ob wir den Milchzucker nun selbst aufspalten können oder nur mit Unterstützung von äußerlich zugeführten Enzymen, die Mengen an Galaktose, die Milch freisetzt, sind der Gesundheit nicht dienlich.
Wer Milch schlecht verträgt, ist mit den pflanzlichen Alternativen wie Soja-, Hafer- oder Reismilch besser dran als mit laktosefreier Milch. Damit vermeidet man auch die anderen Gesundheitsrisiken, die mit dem Konsum von Milch verbunden sind, wie z.B. das erhöhte Krebsrisiko. Wer die tierquälerischen und umweltzerstörenden Bedingungen heutiger Milchwirtschaft nicht mittragen will, greift ohnehin nur zu den pflanzlichen Alternativen.

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